Global Water Dance 2019

Müllhalde Meer

Wenn wir im Internet das Stichwort „Plastikmüll im Meer“ eingeben, erscheinen unendlich viele Beiträge und wissenschaftliche Studien. Obwohl es uns eigentlich aufschrecken sollte, dass der Plastikmüll bereits in unsere Nahrungskette gelangt, machen wir weiter so. Warum?

Um zu begreifen, wie es sich anfühlt auf einer gigantischen Plastikmüllhalde zu leben, oder tagtäglich Mikroplastik zu essen, statt echter Nahrung, weil die kaum noch zwischen den vielen Plastikteilen zu finden ist, sind wir in die Plastikwelt des Meeres eingetaucht.

Von daher beginnt das Stück mit einem Intro zum Thema Plastikmüll im Meer mit dem Titel. 

Lebst du noch – oder bist du schon Müll? 

Mit unserem Tanz „Meeres-Geisternetze“ und „Plastik-Wasserwelten“, und dem Text Geisternetze, machten wir auf das Schicksal unzähliger Meeressäuger und Meeresvögel aufmerksam, die sich beim Jagen in den Netzen verheddern und nicht mehr an die Oberfläche zum Atmen finden, oder sich bei ihren Befreiungsversuchen schwer verletzen.

Mit unserem Text Plastikmüll, die Geisel des Meeres wollten wir darauf aufmerksam machen, dass 300 Millionen Tonnen Plastik jedes Jahr verarbeitet werden. Von den jährlich 78 Millionen Tonnen produzierter Plastikverpackungen gelangen bis zu 13,7 Millionen Tonnen Plastik jedes Jahr ins Meer. Dabei stammt das Plastik weltweit zu 80 Prozent von Land und zu 20 Prozent direkt von der See.

 Um uns diesem Thema performativ anzunähern, begannen wir mit dem Tanz „Meeresspiele“ und gingen über in den Tanz „Plastik-Meeresfieber“, um zu versinnbildlichen wie langlebig Plastik ist. Ein Styroporbecher braucht ungefähr 50 Jahre, um zu zerbröseln. Eine PET-Flasche zerfällt erst innerhalb von 450 Jahren.

Die Natur und die Tiere haben erst dann eine Chance sich zu regenerieren, wenn der Mensch versucht in Harmonie mit der Welt zu leben. Auch wenn in Europa der Pro-Kopf-Verbrauch von Plastik beim Dreifachen des weltweiten Durchschnitts liegt, kann Europa das Problem nicht alleine in den Griff bekommen. Langfristig muss eine weltweite Lösung gefunden werden. Um dafür ein Zeichen zu setzen, beenden wir die Reise durch das Meer mit dem Global Water Dance 2019.

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